Der Verein im Überblick

Der ETV Oberriet wurde im Jahre 1890 gegründet, als das Rheintal von einer der grössten Brandkatastrophen heimgesucht wurde. Bei starkem Föhn brannten am 21. September 1890 in Rüthi nicht weniger als 227 Firste.
Heute darf der ETV Oberriet, der im Jahre 1990 in STV Oberriet-Eichenwies umbenannt wurde, auf eine stattliche Anzahl Mitglieder blicken. Zudem wurde 1963 der Ringclub Oberriet gegründet, der sich selbst organisiert, jedoch eine Untersektion des STV ist.

Unser Verein Besteht aus verschiedenen Riegen. Für die Erwachsenen bieten sich Damen-, Frauen-, Aktiv-, und Männerriege an. Für den Nachwuchs gibt es verschiedene Jugendriegen ab dem Kindergartenalter, dies in Oberriet und Eichenwies.
Als Spezialriege wird eine Leichtathletik- sowie eine Aerobicgruppe geführt.

Alle zwei Jahre organisiert unser Verein ein Jugilager im Sinne einer Wander- und Plauschwoche, die sich allseits grosser Beliebtheit erfreut. Im Abstand von 3 Jahren organisiert der STV Oberriet-Eichenwies das Eierlese-Fest. Eine alte Tradition die in den 70er Jahren wieder ins Leben gerufen wurde.

Die Erwachsenen so wie die Jugendriegen besuchen jegliche Turnfeste und Wettkämpfe. Unsere Leichtathletikgruppe ist sehr erfolgreich, sie kann jedes Jahr einige Kantonalmeister und Teilnehmer an den Schweizermeisterschaften verzeichnen. Diese aktive Leichtathletikriege führt als Ergänzung zum wöchentlichen Training jedes Jahr im Frühling ein Trainingscamp im Tessin und ein Sommercamp in St. Moritz durch.

Der krönende Abschluss unseres Vereinsjahres bildet die alljährlich, Mitte November durchgeführte Turnerunterhaltung.

 

Von der Gründung des Vereines bis ins Jahr 1945

Dieser Bericht ist entstanden anlässlich der 100 Jahr Feier des STV im Jahre 1990.

Text von Hans Wüst, Niklaus Loher, Vreni Hinnen und Kuno Bont 




2011
Unser Ehrenmitglieder Kluser-Wüst Olivia verstarb bereits anfangs Jahr. Dieses Jahr feiert das Eierlesefest sein 40jähriges Jubiläum nach der Wiederaufnahme des Brauches in Oberriet im Jahr 1971. Bei schönem Wetter und sehr viel Publikum kann das Eierlesefest durchgeführt werden. Die Abstimmung über die neue Sportanlage Bildstöckli wurde angenommen, somit kann im Herbst 2011 mit dem Bau der neuen Bildstöcklianlage begonnen werden. Wieder reist unser Verein gemeinsam an ein Turnfest, dieses führt heuer nach Bottighofen TG. Dieses Jahr kehrte unser LA mit 7 SM Medaillen nach Hause zurück. Im Eichenwies wird neu ein MuKi-Turnen ab dem Sommer angeboten und in Oberriet konnte die KiGa-Riege wieder ihren Turnbetrieb aufnehmen. Die Festwirtschaft vom Kapellfest wird wiederum durch uns durchgeführt.

2010
Dieses Jahr feiert unser Verein das 120 jährige Bestehen, welches in einem speziellen Rahmen gefeiert wurde. Tina Zäch-Hasler wird an der HV zum neuen Ehrenmitglied unseres Vereins vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Unser langjähriger GPK Chef Fredi Weder demissioniert auf die HV 2010, als Nachfolger konnte Jörg Wittwer gefunden werden. Die Kommission I erfährt dieses Jahr einen grossen Wechsel: Christof Büchel hat sein Amt nach nochmals 2 Jahren Präsident nieder gelegt, Tina Zäch-Hasler ihr Amt nach 10 Jahren Aktuarin, Regula Göldi ihr Amt als Jugichefin nach 4 Jahren und Tabitha Bucher ihr Amt als J&S Coach nach 3 Jahren. Dank der fleissigen Suche konnten die Ämter wieder neu besetzt werden: Peter Kobler - Präsident, René Michlig - Vize-Präsident, Regula Göldi – Aktuarin, Bernadette Eugster – Jugichefin, Natalie Fritz – J&S Coach. Erneut starteten 2 Teams am Gesa Cup in Altstätten. Die Damen verteidigten ihren 1. Platz aus dem Vorjahr, die Herren belegten wiederum den 6. Schlussrang. Geschlossen tritt unser Verein dieses Jahr am Rheintaler Turnfest in Rüthi an. Es konnten an diesem Wettkampf sehr gute Resultate erzielt werden. Das Fit & Fun-Team wurde überlegen Turnfestsieger. Sieger in der 5. Stärkeklasse wurde das Team unserer LA-Gruppe. Diesen gelang ebenfalls der Sieg in der 4x100 mtr und in der olympischen Staffel. Erneut wurde unser Verein mit der Organisation des Kapellfests beauftragt. Im Jahr 2010 verstarb unser Ehrenmitglied Werner Weder. Wiederum durfte unsere LA stolze 11 SM Medaillen mit nach Hause nehmen.

2009
Der STVOE schafft dank Sponsoren und vielen Spendern einen neuen Vereinsbus an. Zusammen mit dem KTV organisierten wir die Wechselzone des Gigathlons in Oberriet. An der Schweizermeisterschaften konnten unsere Leichtathleten die stattliche Anzahl von 6 Medaillen ergattern. Am Gesa Cup erreichte die Herrenmannschaft den 6. Platz und die Damenmannschaft den hervorragenden ersten Platz. Dieses Jahr fand ein Kantonales Turnfest statt, welches in Wil durchgeführt wurde.

2008
Margrith Lüchinger wird zum Ehrenmitglied ernennt. Silvio Böhm legt sein Amt als Präsident nach 4 Jahren nieder. Karin Büchel (Damenriege) und Vreni Wolgensinger (Frauenriege) demissionieren ebenfalls als Riegenchefinnen. Nadine Zeller übernimmt das Amt der Damenriegenchefin und Ute Weder dasjenige der Frauenriege. An der Hauptversammlung konnte Christof Büchel nochmals als Präsident gewonnen werden. Karin Loher wird zur neuen Revisorin der Damenriege. Die Riege der Knaben mittel der 4.-6. Klasse wurde neu ins Leben gerufen. Die Aerobicriege heisst nun Fitnessriege und ist der Frauenriege angeschlossen. Ebenfalls konnte eine neue Leichtathletikgruppe ins Leben gerufen werden, Rainer Gebert und Ute Weder übernehmen diese Riege mit jungen Leichtathleten. Der STV durfte dieses Jahr die Festwirtschaft der Jansen Fan Meile (Fussball EM in der Schweiz und Österreich) durchführen. Am Auffahrtstag findet in Altstätten wie immer der Gesa Cup statt, unser Verein nahm mit 2 Mannschaften teil. Die Herren erreichten den 5. Schlussplatz von insgesamt 9 startenden, die Damen erreichten den hervorragenden 1. Platz von 6 startenden Vereinen. Dieses Jahr besuchten wir das Appenzeller Turnfest in Herisau. Die LA brachte im Wettkampfjahr 6 SM Medaillen nach Hause. Unser Ehrenmitglied Fritz Zünd ist am Ende dieses Jahres verstorben.

2007
Zum ersten Mal wird in der Fasnachtszeit von unserer Aktivriege der Maskenball in der Merzweckhalle Oberriet durchgeführt, welcher grossen Anklang fand. Nach 2006 wird zum 2ten Mal die SM im Halbmarathon in Oberriet durchgeführt. Tabitha Bucher übernimmt das Amt als J+S Coach, Heinz Wüst dasjenige als Riegenchef Männerriege und Andreas Zäch das Amt des offiziellen Fähnrichs des STV OE, alle werden mit einstimmigem Applaus an der HV gewählt. Die LA erkämpfte sich 7 SM Medaillen in verschiedenen Disziplinen. Der Start am Gesa Cup brachte unseren Damen der LA einen 2ten Platz ein. In Frauenfeld findet vom 22. – 24.06.2007 das eidgenössische Turnfest statt.

2006
An der Hauptversammlung wird Regula Göldi als neue Jugi-Chefin in die Kommission 1 aufgenommen. 
Erika Steger, die seit 1992 pflichtbewusst ihr Amt als Material-Chefin ausübt und in der LA-Gruppe helfend zur Seite steht, darf die Ehrenmitgliedschaft entgegennehmen. 
Stefan Loher wird geehrt für seine 30-jährige Tätigkeit als umsichtiger Kassier. 
Gabi Gächter, Karl Hasler und Guido Fritz erfahren eine Ehrung für ihre schauspielerischen Leistungen an den Abendunterhaltungen der letzten 25 Jahre. 
Erstmals findet in Oberriet die Schweizer Meisterschaft im Halbmarathon statt. Gemeinsam mit dem KTV Oberriet und dem TSV Montlingen organisiert der STV Oberriet-Eichenwies diesen Anlass. 
Nach einer fünfjährigen Pause findet unter der Leitung von Christof Büchel wieder das Eierlesefest in Oberriet statt. Diesmal kann der Anlass bei sehr schönem Wetter durchgeführt werden und der Publikumsaufmarsch ist enorm. 
Ende Jahr muss der Verein für immer Abschied nehmen von einem sehr verdienten Mitglied, Karl Hasler, Ehrenmitglied und Riegenchef der Männer. An seinem Grab steht eine grosse Trauergemeinde.

2005

Der im Vorjahr zurückgetretene Präsident Christof Büchel erhält für seine grossen Verdienste zugunsten des STV Oberriet-Eichenwies die Ehrenmitgliedschaft. Er erklärt sich am gleichen Abend bereit, im nächsten Jahr als OK-Präsident das Eierlesefest durchzuführen. 
Dieses Jahr wird wieder der Kreisjugitag in Oberriet ausgetragen. Der STV Oberriet-Eichenwies hat den ganzen Verein mobilisiert, um diesen Anlass mit mehreren Hundert jungen Teilnehmern durchzuführen. 
Am Ribelfest, das erstmals in der Gemeinde Oberriet stattfindet, führt der STV Oberriet-Eichenwies zusammen mit dem KTV Oberriet ein kleines Festzelt. 
Erneut führt der STV die Festwirtschaft beim Kapellfest im Riet.

2004
Silvio Böhm wird einstimmig als Nachfolger von Christof Büchel zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. 
Marianne Büchel übernimmt das Amt der Jugi-Chefin. 
Es werden zwei neue Ehrenmitglieder ernannt, Judith Pils für ihre Verdienste als Aktuarin und Presse sowie Karl Hasler für seinen unermüdlichen Einsatz als ähriger Riegenchef der Männer. 
Die Männerriege des STV Oberriet-Eichenwies organisiert erstmals in Oberriet die alljährlich stattfindenden Seniorenwettkämpfe. 
Beim Kapellfest im Riet wird die Festwirtschaft auch dieses Jahr durch den STV Oberriet-Eichenwies geführt.


2003
Markus Hobi übernimmt das Amt des Riegenchefs der Aktiven und Karin Büchel wird Riegenchefin der Damen. 
Martin Steger wird geehrt für seine 30-jährige Leitertätigkeit in der LA-Gruppe. Diese wurde von ihm aus der Taufe gehoben und seither erfolgreich geführt. 
Im August organisiert der STV Oberriet-Eichenwies erstmals die Festwirtschaft beim Kapellfest im Riet. 

2002
Neu im STV Oberriet-Eichenwies gibt es das Amt des J+S Coaches, welches von Marc Steger übernommen wird. 
Eine beachtliche Schar Turnerinnen und Turner aus Oberriet reist an das Eidgenössische Turnfest nach Liestal/Baselland.

2001
Marlene Kobler übernimmt das Amt der Damenriegen-Chefin. 
Der STV führt am Ostermontag wieder das traditionelle Eierlesefest in Oberriet durch. Leider spielt das Wetter nicht mit und es wird ein sehr verregneter Umzug. 
Für seine grossen Verdienste zugunsten des STV Oberriet-Eichenwies wird Niklaus Loher in die Garde der Ehrenmitglieder aufgenommen.
Im Juni wird auf dem Sportplatz Bildstöckli wieder der Kreis-Jugitag organisiert. Aufgrund der starken Niederschläge ist ein vorzeitiger Abbruch der Wettkämpfe unabdingbar.

2000

In der Kommission 1 sind Veränderungen im Gange. Tina Hasler übernimmt von Esther Oesch das Amt der Aktuarin und Sandra Wüst wird neue Jugi-Chefin. Sonja Lüchinger wird neue Riegenchefin bei den Damen. 
An Käthi Loher, verdienstvolle Turnerin, ehemalige Riegenchefin und seit einem Jahr Fahnen-Patin, wird die Ehrenmitgliedschaft erteilt. Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wird Rainer Gebert, langjähriger Trainer in der LA-Gruppe.

1999

Der STV Oberriet-Eichenwies erhält eine neue Fahne, nachdem die alte 50-jährige Fahne ausgedient hat. Am 21./22. August 1999 findet ein grosses Fahnenweihfest auf einer Wiese angrenzend zum Areal der Sekundarschule Oberriet statt. Käthi Loher wird Fahnen-Patin und Heinz Wüst Fahnen-Pate. 
Am gleichen Wochenende führt der STV Oberriet-Eichenwies wieder den SBG/UBS-Cup durch.

1998
Peter Kobler übernimmt das Amt als Riegenchef der Aktiven. 
Neue Riegenchefin der Damen wird Anja Loher. 
Guido Fritz, ehemals Riegenleiter, Jugi-Chef, Presse-Chef und Präsident, wird in die Reihe der Ehrenmitglieder aufgenommen. 
Traditionsgemäss führt der STV Oberriet-Eichenwies am Ostermontag wieder ein Eierlesefest durch. Der Verein erhält den Kulturpreis des Kantons St. Gallen als Anerkennung für die regelmässige Durchführung des Eierlesefestes; eine alte Tradition, die in den 70er Jahren wieder ins Leben gerufen wurde. 
Im August organisiert der STV Oberriet-Eichenwies erstmals den SBG/UBS-Cup in Oberriet.

1997
Vreni Wolgensinger übernimmt von Käthi Loher das Amt der Riegenchefin der Frauen. 
Das Jahr wird überschattet durch den Tod des ehemaligen Präsidenten und Ehrenmitgliedes Niklaus Fritz. Er hatte während all den Jahren die Vereinsgeschichte stark mitgeprägt. 
Am Oberrieter-Abend an der Rhema führen verschiedene Riegen des STV Oberriet-Eichenwies einige Darbietungen aus der letzten Abendunterhaltung auf.

1996
Vroni Zünd übergibt das Präsidium an Christof Büchel und Fredi Lüchinger wird zum neuen Jugi-Chef gewählt. 
Stefan Loher, der seit 1976 als Kassier seines Amtes waltet, wird verdienterweise zum Ehrenmitglied ernannt. 
Der STV Oberriet-Eichenwies nimmt mit einer Riesenschar Turnerinnen und Turner am Eidgenössischen Turnfest in Bern teil.


1995

Judith Pils übergibt nach 16-jähriger Aktuarinnen-Tätigkeit ihr Amt an Esther Oesch. 
Der STV Oberriet-Eichenwies organisiert an Ostern wieder ein Eierlesefest, welches nach wie vor zahlreiche Besucher nach Oberriet lockt.

1994

Karl Hasler übernimmt das Amt des Riegenchefs der Männer, das seit 1972 von Franz Zäch geführt wurde. Der STV Oberriet-Eichenwies organisiert auf dem Bildstöckli den Kreis-Jugitag, an dem mehrere Hundert Jugi- und Mädchenriegler teilnehmen.

1993

Infolge der Vereins-Umstrukturierung wird ein Pflichtenheft für die einzelnen Vereinsfunktionäre ausgearbeitet und ein neues Reglement erstellt. 
Nach 8-jähriger Tätigkeit als Präsident übergibt Heini Frischknecht das Präsidium an Vroni Zünd. 
Das frei gewordene Amt der Riegenchefin der Frauen übernimmt Käthi Loher. 
Für seine grossen Verdienste während seiner Amtszeit wird an Heini Frischknecht die Ehrenmitgliedschaft erteilt.

1992
Es werden neue Statuten erstellt. Die einzelnen Aktiv-, Damen- und Männerriegen mit jeweils eigenen Präsidien werden in einen Gesamtverein umgewandelt. Fortan wird der Verein durch einen einzigen Vereinsvorstand geführt. 
Heini Frischknecht, bisher Präsident der Aktivriege, übernimmt als Präsident die Führung des Vereinsvorstandes. Judith Pils, bisher Aktuarin bei den Damen, wird neu Gesamtvereins-Aktuarin und Stefan Loher, bisher Kassier der Aktivriege, amtet ab sofort als Kassier des Gesamtvereins. Gemäss den neuen Statuten können weitere Spezialriegen angegliedert werden. 
Die einzelnen Riegen werden durch einen eigenen Riegenvorstand geführt und unterhalten separate Riegenkassen. Alle Riegenchefs nehmen Einsitz der Kommission 1 des Gesamtvereins. Als Riegenchef der Aktivriege wird Markus Wüst gewählt und Franz Zäch als Riegenchef der Männerriege. Monika Kolb ist Chefin der Damenriege und Vroni Zünd Chefin der Frauenriege. Die Jugi- und Mädchenriegen werden durch den Jugi-Chef geführt. Dieses Amt wird weiterhin durch Guido Fritz betreut, der ebenfalls in die Kommissin 1 gewählt wird. 
In diesem Jahr organisiert der STV Oberriet-Eichenwies wieder ein Eierlesefest.

1991
Erna Frischknecht, die während vielen Jahren die Frauenriege leitete, wird in die Reihe der Ehrenmitglieder aufgenommen. 
Zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft findet das Eidg. Turnfest 1991 in Luzern statt. Die Turnerinnen und Turner des STV Oberriet-Eichenwies sind an diesem Anlass recht gut vertreten.

1990
Der ETV Oberriet erhält einen neuen Namen, der Turnverein wird umbenannt in STV Oberriet-Eichenwies. Aufgrund der grossen Mitgliederzahl und der unterschiedlichen Altersstufen bei den Damen wird neu nebst der Damenriege nun zusätzlich eine Frauenriege geführt. 
An der Hauptversammlung wird Fredi Weder, ehemals Präsident, als Dank für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. 
Im gleichen Jahr feiert der Verein sein 100-jähriges Bestehen. Es wird ein grosses Sommerfest organisiert mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, das im grossen Festzelt bei der Primarschule Oberriet über die Bühne geht. 
Im November wird anstelle der Abendunterhaltung ein interner Familienabend durchgeführt, bei dem die Teilnehmer aus Anlass des 100-jährigen Vereins in nostalgischen Kleidern erscheinen.

1989

Als Koordinationsstelle für die verschiedenen Jugi-Leiterinnen und -Leiter wird neu das Amt eines Jugi-Chefs lanciert. Guido Fritz wird zum ersten Jugi-Chef des ETV Oberriet gewählt.

1987

Die Damenriege des ETV Oberriet erhält zum ersten Mal eine eigene Vereinsfahne. Unter der Leitung der Damenriegen-Präsidentin Rita Buschor findet die Fahnenweihe in einem würdigen Rahmen in der Mehrzweckhalle Oberriet statt. Olivia Kluser ist die Fahnen-Patin und Armin Loher der Fahnen-Pate.

1986
An der Hauptversammlung werden zwei neue Ehrenmitglieder ernannt, Niklaus Fritz und Martin Steger werden für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten des ETV Oberriet in den Kreis der Ehrenmitglieder aufgenommen.

1983
Heini Frischknecht übernimmt das Vereinsschiff und führt den ETV Oberriet mit vielen treuen Helfern ins Jubiläumsjahr 1990.

1980
Nach der Teilnahme am Rheintal-LA-Cup und am Gesa-Cup, wobei beide Anlässe mit dem glanzvollen
1. Gesamtrang äusserst erfolgreich abgeschlossen werden konnten, erfolgte die Teilnahme am SKTSV-Turnfest in Baden und dem Verbandsturnfest in Altstätten. Im weiteren nahmen Turner am Herbstturntag in Balgach und an der Gauschla-Stafette in Weite-Wartau teil (1. Rang durch die erste Mannschaft). Guido Fritz übernimmt das Vereinspräsidium, Christian Schmid wird Oberturner.

1977
Niklaus Fritz übernimmt das Präsidentenamt, Niklaus Loher wird Aktuar, Martin Steger Oberturner. Teilnahme am Gesa-Cup in Altstätten und am Verbandsturnfest in Balzers mit sehr guten Erfolgen.

1976
Stefan Loher wird Vereinskassier. Guido Fritz wird Aktuar. Am Gesa-Cup, Altstätten, wurde der 4. Rang erzielt. Noch erfolgreicher war die Teilnahme am OKTSV-Fest in Niederbüren, wobei mit einer Punktzahl von 1147.10 der 2. Rang von 7 Sektionen erreicht wurde. Teilnahme am Landesturnfest in Dornbirn in der 5. Stärkeklasse.

1975
Teilnahme des Vereins am Kantonalturnfest in Rorschach und am Schweizerischen Turnfest des KTV in Luzern. In Rorschach wurde eine Punktzahl von 111.91 und in Luzern eine solche von 145.30 erreicht. Vereinsmitglied Peter Steiger siegte beim Appenzellischen Kantonalen und dem NOS-Schwingfest.

1974
Nebst dem Eierlesefest vom Ostermontag wurde das Kreisturnfest in Rüthi besucht. In der 5. Stärkeklasse, mit einer Punktzahl von 83.39 Punkten wurde der 5. Platz erzielt.

1973
Fredi Weder-Kolb, Industriestrasse, Oberriet, übernimmt das Präsidium des Vereins. Stefan Loher, Bahnhofstrasse, wird Aktuar und Peter Lüchinger Oberturner. Die Kasse wird neu von Gerhard Baumgartner geführt. Auf dem Jahresprogramm stand die Teilnahme am Landesturnfest in Lustenau und am OKTSV-Turnfest in Widnau. Das Rheintal-Oberländische Schwingfest wurde unter dem OK-Präsidium von Hans Frey mit in jeder Hinsicht grossem Erfolg durchgeführt. Finanziell konnten rund 15 000 Franken erwirtschaftet werden.

1972
Erstmals in der Vereinsgeschichte nahm die Aktivsektion zusammen mit der Aktivsektion des KTV unter dem Namen TV Oberriet an einem Eidgenössischen Turnfest teil. Dieses fand in Aarau statt. Auf dem wiederum reichbefrachteten Jahresprogramm stand auch die Durchführung eines Eierlesefestes.

1971
Nach dreijähriger Amtsdauer wechselt das Vereinspräsidium von Hans Wüst auf Gerhard Baumgartner, Velocenter, Oberriet. Auf dem Jahresturnprogramm stand die Teilnahme am Kantonalen Turnfest in Wattwil sowie am Kantonalen Spieltag in Triesen. Auch wurde durch den Verein am Ostermontag ein Eierlesefest durchgeführt. Beginn der gemeinsamen turnerischen Aktivitäten mit der Aktivsektion des KTV Oberriet.

1969
Unter der Leitung von Albert Tischhauser und Fredi Weder wird das „Turnen für Jedermann“ eingeführt. Dafür wird am Freitagabend von 19 bis 20 Uhr die Turnhalle der Sekundarschule zur Verfügung gestellt.

1968
Nach der gewonnenen Schlacht am Eidgenössischen in Bern, legten Präsident und Oberturner ihre Aemter in jüngere Hände. Hermann Gächter übernimmt das Oberturneramt und Hans Wüst das Präsidium. Leider lichteten sich dadurch auch die Reihen der älteren Aktivturner. Mit dem Einsatz an Einzelturntagen versuchte die Vereinsführung den Turnbetrieb aufrechtzuerhalten. Das Verhältnis zwischen dem KTV und dem ETV konnte sich durch den gemeinsamen Start von Leichtathleten beider Vereine wesentlich verbessert werden.

1967
Karl Weder erklärt sich bereit, auf das Eidgenössische in Bern nochmals in die Oberturnerhosen zu steigen. Dank seiner straffen Führung und seiner Routine erreichte die Sektion die bisher höchste Punktzahl von 146.49. Während in diesem Jahr auch die neue Turnhalle in Betrieb genommen werden kann, wird vom Verein noch der Verbandsringertag organisiert.

1966
Sorgfältig bereitet man sich auf das Kantonalturnfest vor, welches in diesem Jahr in Balgach stattfindet. Als Probegalopp beteiligt sich die Sektion am Landesturnfest in Gisingen, an welchem die hervorragende Punktzahl von 146.81 erreicht wurde. Diese hohe Punktzahl verursachte wohl den allzu grossen Optimismus, mit welchem man sich in den Wettkampf des Kantonalen Turnfestes in Balgach stürzte. Es wäre auch beinahe alles gutgegangen, wenn nicht bei den messbaren Disziplinen da und dort ein Versager zu verzeichnen gewesen wäre, so dass schliesslich die für alle enttäuschende Punktzahl von 143.09 heimgetragen wurde. Als Lichtblick durfte dafür Albert Hasler als Schweizer Meister im Bantam Gewicht der Ringer gefeiert werden. Nach sieben gewonnenen und einem verlorenen Gang belegte Albert Langenegger am Eidgenössischen Schwingfest in Frauenfeld den hervorragenden 4. Rang.

1965
Präsident Ernst Marquart tritt sein Amt an Albert Tischhauser ab, während Karl Weder in Rino Weder seinen Nachfolger als Oberturner findet. Ernst versah sein Amt während vier Und Karl während fast sechs Jahren. Aus Anlass des 75jährigen Bestehens des ETV wird ein Jubiläumsfest, verbunden mit dem Kantonalen Ringertag durchgeführt. Als OK-Präsident stellt sich Hans Frey zur Verfügung.

1964
Die Vereinsspitze mit Ernst Marquart als Präsident und Karl Weder als Oberturner stellt sich für dieses Jahr nochmals zur Verfügung. Dank der Initiative von Fräulein Berta Loher wird in diesem Jahr die Mädchenriege gegründet. Die erfolgreiche Saison der Einzelturner (Ludwig Oettli wird wiederum Schweizer Meister im Ringen, während sein Klubkamerad Karl Steiger mit Silber ausgezeichnet wird) wird durch den Tod von Ernst Büchel überschattet. Zahlreiche Turnkameraden begleiteten das Ehrenmitglied auf dem Weg zu seiner letzten Ruhestätte.
In diesem Jahr fällt auch die Gründung des Ringclub Oberriet und Umgebung, an welcher Fritz Zünd und Erwin Benz massgeblich beteiligt waren. Diese Gründung erfolgte mit dem Einverständnis des ETV. Der Ringclub organisiert sich selbst, ist aber eine Untersektion des ETV.

1963
Mit 143.73 kam man am Eidgenössischen Turnfest in Luzern nicht ganz auf die gehoffte Punktzahl. Dafür verteidigte Ludwig Oettli den im Vorjahr errungenen Schweizermeister-Titel im Ringen erfolgreich. Ausserdem wird mit Leo Loher erstmals ein Oberrieter Kantonalmeister im Stabhochsprung der Junioren.

1961
Nach fünfjähriger Amtsdauer übergibt Werner Weder das Präsidium an Ernst Marquart. Beim Schwingen geht es wieder aufwärts. Bereits konnten sich die beiden Langenegger, Josef und Albert, verschiedentlich sehr gut in Szene setzen.

1959
Am 1. September übernimmt Karl Weder das Oberturneramt, da Josef Kuhn nach Richterswil übersiedelt. Während 7 Jahren stand Kuhn dem Verein als Oberturner zur Verfügung. Er hat in diesen Jahren der Aktivsektion den nötigen Rückhalt gegeben. Robert Loher, ebenfalls ein unermüdlicher „Fan“ des Turnvereins, erhält die Auszeichnung als Ehrenpräsident.

1958
Das Jahr wurde vom plötzlichen Tod des Ehrenpräsidenten Alfred Weder überschattet. Er starb am 29. August an einer Herzlähmung. Mit ihm ging ein Turner mit Herz, der sich zu jeder Zeit und mit einem grossen Idealismus für die Turnsache zur Verfügung stellte. Viele erfolgreich organisierte Anlässe gehen auf sein Konto. Er war ein Mann, der am Aufbau des Vereins wesentlich mitgeholfen hat.

1956
Werner Weder übernimmt die Vereinsführung. Im Sommer fand die Fahnenweihe der Jugendriege statt; Patensektion war Kriessern. Das Fest war mit einem Wettkampf der umliegenden Jugendriegen verbunden.

1954
Ein Präsidentenwechsel liess sich auch in diesem jahr nicht abweisen; Arnold Benz übernahm das Amt für eine Amtsdauer. Mit 12 Mann beteiligte man sich am Kantonalen. Turnfest in Widnau. (141.10 Punkte)

1953
Wiederum wechselt die Vereinsführung. Präsident wird Hans Bischof, Oberturner Josef Kuhn. Oberriet wurde wiederum mit der Durchführung des Frühjahrsschwinget betraut.

1952
Nach dreimaliger Verschiebung gelingt es doch noch, den 1. Kant. Jungschwingertag, verknüpft mit einem Sommerschauturnen, in Oberriet durchzuführen. Der Schulrat von Oberriet verlangt, dass der ETV zu Gunsten des KTV einen Turnabend abzutreten habe. Mit der Hilfe des Kantonalverbandes konnte dieses Postulat abgelehnt werden. Paul Jordi erhält die Ehrenmitgliedschaft.

1951
Die vielen Wechsel im Vorstand wollen kein Ende nehmen. Ewald Kolb demissionierte als Präsident. Das Amt wurde von Ruedi Zäch übernommen. Für die vielen Verdienste um den Turnverein, vor allem aber in Bezug auf die Gestaltung der Abendunterhaltungen, erhält Bernhard Dietsche die Ehrenmitgliedschafts-Urkunde.

1950
Hans Lüchinger tritt das interimsweise übernommene Amt des Oberturners an Arnold Benz ab. Als neuer Präsident wird Ewald Kolb gewählt. Die vielen Oberturnerwechsel wirkten sich auf die Leistungen der Aktivsektion sehr aus, trotzdem reichte es aber am Kantonalen Turnfest in Will zu 142.29 Punkten.

1949
Das Oberturneramt wechselt zu Oskar Kluser, während Paul Stieger die Ehrenmitgliedschafts-Urkunde überreicht wird. Eine neue Vereinsfahne wird angeschafft. Die Fahnenweihe findet in diesem Jahr statt; Patensektion ist Rüthi. Am 6. Oktober wird die Jugendriege gegründet. Erste Leiter sind Erwin Epper und Linus Stieger. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt in der Aktivsektion Hans Lüchinger das Oberturneramt.

1948
Die Neuwahlen brachten Bernhard Dietsche an die Spitze des Vereins. Als Oberturner konnte Hans Bolt gewonnen werden.

1947
Das Eidgenössische Turnfest in Bern mit rund 22 000 Turnern bildete den turnerischen Höhepunkt in diesem Jahr. Unter der kundigen Leitung von Robert Matiello belegte Oberriet von 297 Sektionen den
52. Rang mit der Punktzahl von 143.50. Nachdem der Präsident Walter Büchel sein Amt bereits wieder niederlegte, stellte sich neuerlich Paul Stieger für ein Jahr zur Verfügung. Ludwig Oettli und Lehrer Josef Knupp wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

1946
Aus beruflichen Gründen demissionieren 1946 Paul Stieger als Präsident und Genard Kolb als Oberturner. Die Nachfolger hiessen Walter Büchel (Präsident) und Robert Mattiello (Oberturner). Die beiden Rücktritte konnten wohl nicht ganz ohne Spuren überwunden werden, schaute doch am Kant. Turnfest in Buchs nur die magere Punktzahl von 123.42 heraus.

1945

Am 5. Mai, um 20 Uhr verkünden die Glocken den Frieden. Als die Katastrophe des Krieges vollkommen war, beging der Urheber dieses Verderbens, Adolf Hitler, am 30. April, in der Reichskanzlei in Berlin Selbstmord. Damit ging dieser grausame und verderbliche Krieg zu Ende. Nebst dem Kriegsende prägte aber auch die Organisation des NOS diesem Jahr für die Oberrieter einen besonderen Stempel auf. Unter der Leitung von Alfred Weder machten sich die Oberrieter einen Namen als Organisatoren. Das Fest wurde mit einem Reingewinn von 2840 Franken erfolgreich unter Dach gebracht. Den vom NOS gedrehten Film erwarb der Turnverein für 750 Franken.

1944

Wegen beruflicher Beanspruchung tritt Erwin Benz das Oberturneramt an Genard Kolb ab. Da sich viele Aktivturner im Militärdienst befanden (Aktivdienst), musste das Schauturnen auf das nächste Jahr verschoben werden. Paul Jordi wird Präsident des Rheintalischen Schwingerverbandes.

1943

Wegen einer internen Auseinandersetzung legt August Baumgartner das Oberturneramt nieder. Als Ersatz werden Erwin Benz und Linus Stieger gewählt. Die Freimitgliedschaft erhielten (bereits im Jahre 1942): Ludwig Oettli, Hubert Bont, Linus Stieger, August Baumgartner und Bernhard Dietsche.

1942

Auf dem Grundstück von Alfred Weder geht der Bau der Schwinghalle dem Ende entgegen. Die Kosten betragen 2314.58 Franken. Dank Frondienst, Gratislieferungen von der Firma Jansen und Ernst Büchel, konnte der Bau mit so wenig Kosten erstellt werden. Die Beendigung dieses Baues hat wohl den Schwingern noch etwas mehr Kraft gegeben, denn am NOS in Will und am Bündner-Glarner wurde Paul Jordi als Sieger ausgerufen.

1941

Für den Bau der Schwinghalle wurde eine Kommission bestimmt; es gehören ihr an: Paul Stieger, Alfred Weder, Paul Jordi, Jakob Huber und Bernhard Dietsche. Nebst der Anschaffung eines Propagandakastens wurde auch beschlossen, dass jedes Aktivmitglied beim kommenden Bau der Schwinghalle mindestens 5 Stunden obligatorischen Frondienst zu leisten habe.

1940

Es standen Neuwahlen auf dem Programm der Hauptversammlung. Präsident und Oberturner gaben ihre Mandate ab. Als neues Oberhaupt wurde Paul Stieger und als Oberturner August Baumgartner gewählt. Nebst der zweiten Mobilmachung brachte dieses Jahr noch weitere Neuigkeiten: Am Kantonalschwingertag errang Paul Jordi den 2. Rang; schlussendlich sicherte sich dieser stämmige Schwinger am Eidgenössischen Schwingfest in Solothurn den hervorragenden 5. Rang. Es war sozusagen ein „Jordi-Jahr“, denn es folgten noch die Klassierungen 3. Rang am Thurgauer Kantonalen, 
2. Rang am Rheintal-Oberländischen und 2. Rang am Bündner Kantonalen in Chur. Im Restaurant Kreuz in Montlingen wird in diesem Jahr auch ein Schauturnen durchgeführt. Der Montlinger Pfarrer schloss Jünglinge aus der Jungmannschaft aus, da sie dem ETV Oberriet angehörten. Diese Massnahme blieb nicht unbeantwortet. Nebst einem Brief an den Bischof wurde auch der Pfarrer von einer ETV Delegation zur Rede gestellt.

1938

Sigmund Gutweniger tritt sein Oberturneramt an Bernhard Dietsche ab. Nicht weniger als Zwölf Jahre stand er der Sektion als Leiter vor. Da verschiedene Schwinger am 27. Juni die „Flechten“ (Hautkrankheit) haben, können sie mit Rücksicht auf die Ansteckungsgefahr am Bezirksturnfest in Rebstein nicht teilnehmen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass die Beteiligung am Festgottesdienst bei diesem Bezirksturnfest obligatorisch war. Bei Nichtbesuch musste mit einem Punkteabzug gerechnet werden.

1935

Der Monatsbeitrag wird auf 60 Rappen erhöht (bisher 40 Rappen), und für den Beitrag an die Turnhalle von 7000 Franken wird ebenfalls die Zustimmung gegeben, allerdings nur unter der Bedingung, dass ein Benützungsrecht ohne jede Entschädigung für Unterhalt etc. erhältlich gemacht werden kann. Ausserdem soll der ETV die Übungsabende wählen können (auf Grund der finanziellen Mehrleistung). Während zu Hause die Arbeiten an der neuen Turnhalle voran gingen, kämpfte die Sektion am Kantonalen Turnfest in Rapperswil um einen ehrenvollen Platz. Dies wurde mit dem 11. Rang von 45 Sektionen und mit dem Punkteresultat von 141.93 auch erreicht. Erfreulicherweise kann die neue Turnhalle noch vor Ende des Jahres bezogen werden. Die Idealvorstellung eines Turnlokals, welche wohl manchem Turner in den früheren Jahren vor Augen schwebte, ging in Erfüllung!

1934

Als die Schulgemeinde mit der Zusammenstellung eines Gutachtens für den Bau einer neuen Schule beschäftigt war, verlangte der ETV, dass auch der Bau einer Turnhalle miteinbezogen werden müsse. Diesem Postulat wurde entsprochen, und das Gutachten wurde im November 1934 vom Bürger genehmigt. Die beiden Turnvereine beteiligten sich an den Baukosten der Turnhalle mit folgenden Beiträgen: ETV 7000 Franken, KTV 3000 Franken. Das langersehnte Ziel sollte also doch noch erreicht werden. Nach diesem psychologischen Erfolg nun noch die sportlichen Erfolge: Die „Schwingerkanone“ Paul Jordi konnte am Eidgenössischen Schwingfest in Bern teilnehmen. Schon allein die Beteiligung war ein beachtlicher Erfolg. Übrigens belegte Karl Wüst am durchgeführten Schwingertag den 3. und Paul Jordi den 4. Rang.

1933

Durch den Rückgang der Mitglieder kam auch die Kassa etwas ins „Schleudern“. Das Defizit beträgt 
134.70 Franken. Die bisherige Kommission demissionierte. Als neuer Präsident konnte Josef Kehl und als Oberturner Bernhard Dietsche gewonnen werden.

1932

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Eidgenössischen Turnverbandes, 100 Jahre ETV, begann die stramme Sektion wieder zu zerfallen. Um wenigstens die Schwinger in den eigenen Reihen zu behalten, wird eine Nationalriege gegründet.

1930

Es gab wieder einen Wechsel in der Kommission, und zwar übernimmt Alfred Weder das Präsidium. Der immer noch amtierende Oberturner Sigmund Gutweniger wurde zum Ehrenmitglied ernannt, während Robert Loher, Alfred Weder und Karl Kolb sich zu den Freimitgliedern gesellten. In Montlingen wird die Gründung eines KTV abgelehnt. Die Oberrieter (der ETV) nützen diese Ablehnung und veranstalten in Montlingen als Reklamezweck ein Freundschaftsturnen, dessen Erlös an den Glockenfonds Montlingen, an den Kirchenbauverein Eichenwies und an den Krankenpflegeverein Oberriet verteilt werden soll. Schliesslich bekam jede der genannten Institutionen einen Betrag von 145.60 Franken. „Wir wollten damit beweisen“, so heisst es im Protokoll, „dass die neutralen Turner auch für eine gute Sache kämpfen“. Oberriet nahm als Patensektion an der Fahnenweihe des ETV Rüthi teil und stellte auch den Festredner, nämlich Konrad Zäch.

1929

Robert Loher und Sigmund Gutweniger haben es mit ihrem Idealismus fertiggebracht, dass während dieses Jahres nicht weniger als 16 neue Mitglieder aufgenommen werden konnten. Der Aktivbestand beträgt somit 33 Turnende. Es ist einleuchtend, dass eine so grosse Schar auf dem Spielplatz der Realschule einigen Betrieb machte. Allerdings wird dieser Betrieb nicht so störend und verheerend gewesen sein, wie das der Inhalt des folgenden Briefes ahnen lässt: 

Titel des Briefes; ETV Oberriet 

„Zu unserem grossen Bedauern wird bei unterzeichneter und für die Instandhaltung des Realschulgebäudes, und seiner Plätze verantwortlicher Behörde neuerdings Beschwerde geführt, dass einige der sogenannten neutralen Turner bei ihren Übungen mit Schleuderball, Wiscus (sollte wohl Diskus heissen), Wurfspeer etc. spielen. Wir werden ferner darauf aufmerksam gemacht, dass die Obstbäume auf dem Spielplatz in arge Mitleidenschaft gezogen werden, und wenn sie längere Zeit einer solchen unvernünftigen Behandlung ausgesetzt sind, sie notwendig Schaden nehmen und sogar eingehen müssen. Es wird weiter bemerkt, dass es einem jeden Pflanzen- und Naturfreund in der Seele weh tun müsse, wenn er einem solchen Vandalismus zuzusehen Gelegenheit habe. Wir haben keinen Grund, an der Richtigkeit dieser lautgewordenen Klagen zu zweifeln. Übrigens sind wir in der Lage, diese Angaben durch Zeugen zu erhärten.“ Oberriet 11. Juli 1929 – Der Realschulrat Nebst der Gewandtheit im schriftlichen Ausdruck verrät dieser Brief sicher auch etwas vom damaligen Verhältnis zu den neutralen Turnern. Zweifellos waren unsere Turner mit dem Grundgedanken der Neutralität in Konfession und Politik etwas ins Hintertreffen geraten. Ganz zuversichtlich wird auch im Protokoll vermerkt: „Trotz allen Unterdrückungsversuchen und Anfechtungen bewegt sich das Vereinsschiffchen mutig vorwärts.“ 

1928

Dies ist das Gründungsjahr des KTV Oberriet. Dieser Auftritt eines zweiten Turnvereins wirkte sich im Moment sehr auf die Tätigkeit des ETV aus; es gab verschiedene Übertritte, nachdem doch auch die Geistlichkeit zum Beitritt in den KTV aufmunterte. Im Protokoll heisst es: „Es ist dies der grosse Wendepunkt im Wirken und Schaffen des ETV. Wie es aber einmal ist auf des lieben Gott Welt, gibt es eben gute und Schattenseiten. Es ist klar, dass nun dem Turnverein von Seiten der Bevölkerung eine regere Unterstützung zuteil werden muss, als das bis anhin der Fall war. Den Mitgliedern sei nochmals das edle Prinzip des Eidgenössischen Turnverbandes ans Herz gelegt, nämlich <sich in konfessioneller und politischer Hinsicht neutral zu verhalten>. Wir gehen unseren Weg mit frischem Mut vorwärts.“

1927

Es finden Neuwahlen statt. Während Alfred Weder als Oberturner bestätigt werden kann, tritt Ernst Kolb nach vier Jahren Amtsdauer das Präsidium an Robert Loher ab. Die Freimitgliedschaft erhält Linus Stieger. Im weiteren beschliesst die Versammlung, den Rheintalischen Schwingertag zu organisieren. Auch ein neues Bussenreglement tritt in Kraft. Lassen wir nun aber den Protokollführer zu Wort kommen: „Schliesslich war auch die Abendunterhaltung ein voller Erfolg, obwohl wegen den „Turben“ die Turnstunden in einem Restaurant abgehalten werden mussten, was vor allem für die jungen Leute nicht gut war.“

1926

Die Firma Gebr. Kolb überlässt dem Turnverein das bis anhin zu Verfügung gestellte Reck gratis. Sigmund Gutweniger erklärt am 5. Mai seinen Rücktritt als Oberturner, da ihn die Turner zu wenig unterstützen. Für ihn wird Alfred Weder gewählt, der mit der Sektion am Bezirksturnfest in Rheineck teilnahm. Da das Schauturnen nur einen Reingewinn von 14.65 Franken brachte, sah man sich gezwungen, an der „Chilbi“ einen Stand mit Tellerwerfen und Glücksrad sowie mit Fischerei einzurichten.

1925

Das Oberturneramt übernimmt wieder Sigmund Gutweniger. An der Hauptversammlung werden die Statuten ergänzt. Es sollen zukünftig Ehren- und Freimitglieder ernannt werden können, wobei nur solche Ehrenmitglieder werden können, die entweder 25 Jahre im Turnverein sind oder sich als Vorstandsmitglieder verdient gemacht haben. Bereits an dieser Hauptversammlung wurden folgende Ehrungen vorgenommen:


Ehrenmitglieder
 Ferdinand Meier Tambour
 Konrad Zäch Rietle
 Emil Zäch, Briefbote
 Werner Kolb, Abwart
 Hugo Kolb, am Kanal

In diesem Jahr fand das Eidgenössische Turnfest in Genf statt. Die Sektion Oberriet beteiligte sich mit 9 Mann unter der Führung von Oberturner Gutweniger. Anscheinend war der Erfolg nicht so gross wie erhofft, sonst wäre die errungene Punktzahl im Protokoll vermerkt worden. Aber das Mitmachen kommt ja schliesslich vor dem Rang. Nicht übel enttäuscht waren aber die Rückkehrer, als sie auf dem Bahnhof von den übrigen Vereinsdelegationen nicht abgeholt wurden; zudem, so schreibt der Aktuar, musste der Kassier die Mehrauslagen für das Eidgenössische selber berappen, bis wieder Einnahmen zu verzeichnen waren. – Im jetzigen Turnlokal im Keller der Realschule wurden im Herbst Turben untergebracht, so dass man sich von den „Schollen“ so sehr eingeengt fühlte, dass ein entsprechendes Protestschreiben an den Realschulrat gerichtet wurde.

1924

Die Unterhaltung findet am 7. Februar statt. Motto: „En fidele Turnerstreich“ und „Oha lätz“. Als neuer Oberturner wird Karl Kolb gewählt.

1923

Dank einer Geldsammlung konnte der Besuch des Kantonal-Turnfestes unter der Leitung von Oberturner Sigmund Gutweniger finanziert werden. Oberriet belegte von 39 Sektionen den 22. Rang. Das Präsidium übernahm in diesem Jahr Ernst Kolb.

1922

Die Gründung einer Jugendriege wird an der Versammlung abgelehnt; dafür aber beschlossen, den militärisch-turnerischen Vorunterricht einzuführen. Der Eintrittspreis für die Unterhaltung wird mit
Fr. 1.20 neu festgelegt.

1921

An der Hauptversammlung wird beschlossen, trotz der Ablehnung des Antrages an der letzten Hauptversammlung, eine Gesangssektion zu gründen. Die erste Gesangsstunde fand am Samstag, 20. Februar statt. Nach den Notizen im Protokoll blieb es allerdings bei dieser ersten und einzigen Probe.

1920

Da Franz Lüchinger wegzieht, übernimmt Hugo Kolb das Amt des Präsidenten. Auch der Oberturner Linus Stieger demissioniert, und der Nachfolger wird in Sigmund Gutweniger gefunden. An den Gemeinderat wird ein Schreiben gerichtet, in dem der Bau einer Turnhalle beantragt wird, nachdem man kurz zuvor den Kantonalverband eingeladen hatte, die hiesigen Turnverhältnisse abzuklären. Die Schweizer Turnzeitung wird abonniert (1 Exemplar, das im Restaurant „Kreuz“ aufgelegt wurde). An der HV wird nochmals die Gründung einer Männerriege beantragt, ebenfalls die Gründung einer Gesangssektion. Ersteres wurde angenommen; die Gründung der Männerriege erfolgte am 27. November 1920. Als erster Präsident der Männerriege amtet Theodor Lutz, Oberturner wird Hugo Kolb.

1919
Man erkundigt sich beim Kantonalverband über eine eventuelle finanzielle Unterstützung beim Bau einer Turnhalle. Präsident Albert Baumgartner legt sein Amt nach vierjähriger Tätigkeit nieder. Als Nachfolger wird Franz Lüchinger gewählt.

1917

Infolge Wegzugs wird für Karl Gächter als neuer Oberturner Linus Stieger gewählt. Auf die Teilnahme am Kantonal-Turnfest in St.Gallen wird verzichtet. Der Beitrag erhöht sich auf 40 Rappen.

1916

Da viele in den Aktivdienst einrücken müssen, kann das Turnlokal von Mattle-Göldi aus finanziellen Gründen nicht mehr gemietet werden. Die Realschule stellt einen Keller zur Verfügung, allerdings mit der Bedingung, dass beim Erscheinen und Verlassen des Lokals nicht geraucht wird. Nach diesem weiteren Lokalwechsel wird an der Hauptversammlung der Antrag gestellt, dass zwecks Bau einer Turnhalle eine Passiv-Versammlung einberufen werden soll. Ausserdem wird auch die Gründung einer Männerriege beantragt. Das Schauturnen warf einen Gewinn von Fr. 214.15 ab (Eintrittspreise: 1. Platz 70 Rappen, 2. Platz 50 Rappen) Im weiteren erhält der Kassier für Bussengelder, die er betreibungsrechtlich einkassieren musste, eine Provision von 20 Prozent.

1914

Die gespannte politische Lage in Europa liess wohl die Sorgen um die Existenz des Turnvereins in diesem Jahr vergessen. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges liess verständlicherweise das Leben im Turnverein etwas erlahmen. Nachdem man sich von diesem Schlag wieder einigermassen erholt hatte, machte sich eine Idealistengruppe mutig daran, den Verein wieder auf die Beine zu bringen. Als Retter in der Not taucht Albert Baumgartner, Lehrer, Montlingen, auf, der am 16. Dezember zum neuen Präsidenten gewählt wird. Es heisst im Protokoll: „Das unter Einwirkung eines Sturmes fast versunkene Vereinsschiff-lein konnte wiederum gerettet werden“.

1913

Das Präsidium übernimmt Karl Lüchinger, das Oberturneramt Karl Gächter. Die Turnfahrt, diesmal mit Velo und per pedes, führte nach Heiden und auf den St.Anton. Trotz dem letztjährigen Versprechen des „Kreuz“-Wirts wird das Turnlokal gekündigt. Glücklicherweise hat aber die Primarschule einen Kellerraum (heutiges Archiv des Rathauses) zur Verfügung gestellt. Diese ewige „Züglerei“ stiftete anscheinend da und dort Unzufriedenheit, mussten doch zwei Mitglieder, die den Anordnungen des Oberturners nicht mehr Folge leisteten, ausgeschlossen werden. Auch der Präsident bekam genug, so dass am 30. November als neues Oberhaupt Lehrer Josef Knupp gewählt wurde.

1912

Die noch ausstehende Fahnenweihe soll mit dem 9. Rheintalischen Schwingertag durchgeführt werden. Die Statuten erfahren eine Teilrevision, und auch die Unfallversicherung wird erhöht (Todesfallkosten 3500 Franken. Invalidität 7000 Franken, Taggeld Fr. 3.50). Der „Kreuz“-Wirt sichert dem ETV die unentgeltliche Benützung des Saales als Turnlokal zu. Da Hugo Kolb demissioniert, übernimmt der Präsident Werner Kolb vorübergehend auch das Amt des Oberturners. Trotz allem aber musste wegen dem Mitgliederschwund der Beitrag auf 20 Rappen herabgesetzt werden.

1911

Als neuer Präsident wird Werner Kolb gewählt. Da die Turner der fälligen Fahnenweihe eine Turnfahrt auf die Luziensteig vorzogen, wurde diese bis auf weiteres verschoben. Datum der Turnfahrt: „Der erstbeste Föhnwettersonntag nach Pfingsten“. Da immer wieder einige Turner kurz vor der Unterhaltung austreten, wird beschlossen, diese mit einer Busse von 10 Franken zu bestrafen. Über den traditionellen „Hülschet“ wird der Turnbetrieb eingestellt.

1910

Am 25. Januar findet in der „Eintracht“ eine interne Unterhaltung statt, die aus Dankbarkeit den verehrten Frauenzimmern gewidmet ist. (Mithilfe bei Unterhaltungen) Während die bisherige Kommission auch in diesem Jahr amtet, hat die alte Fahne ausgedient. Im Protokoll wird vermerkt: „Am 10. Juli traf die neue Fahne ein. Nach Abzug sämtlicher noch brauchbaren Bestandteile der alten Fahne betragen die Kosten noch 220 Franken. Die Fahne wurde ganz genau nach dem alten Dessin ausgeführt. Es ist nur zu bemerken, dass sie diesmal in Kunststickerei statt in Malerei angefertigt ist.“

1909

Eine neue Kommission mit Leonhard Rothenberger als Präsident an der Spitze versucht, den Turnbetrieb wieder in Schwung zu bringen. Der Monatsbeitrag wird, da der Turnerhilfsklasse beigetreten wird, auf 50 Rappen erhöht. Die Turnfahrt führt nach Bludenz, wobei erstmals mit dem neuen Turntenue der Weg unter die Füsse genommen wird. (Tenue: Weisse Tricots mit langen Ärmeln und roten Scherpen). Die Marschgruppe wird vom Fahnen- und von zwei Hornträgern sowie einem Tambour angeführt.

1907

Präsident und Oberturner forderten einen strafferen Turnbetrieb. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn drei Mitglieder wegen ungebührlichen Verhaltens und Schwänzen der Turnstunde ausgeschlossen werden. Dem eifrigen Turner „Uehlinger“ werden 14 Franken ausbezahlt, da er infolge eines Unfalls, den er in der Turnstunde erlitten hatte, während sieben Tagen arbeitsunfähig war. An der Hauptversammlung wird beschlossen, dass auf die Teilnahme am Kantonalen Turnfest in Berneck verzichtet werden soll. Von der Tombola der Musikgesellschaft werden 10 Lose à 1 Franken gekauft, damit allenfalls die Kasse verbessert werden kann; diese weist per Ende 1907 einen Aktivsaldo von Fr. 115.85 auf.

1906
Schon nach der 2. Monatsversammlung resignierte der Präsident Heinrich Baumgartner. Das Präsidium wechselte zu Werner Kolb und schliesslich im Juli zum bisherigen Aktuar Jakob Lüchinger. Obwohl zwei Oberturner zur Verfügung standen, nämlich Hugo Kolb und Johannes Sorg, wollte es mit der Turnerei nicht recht klappen. Wieder einmal wurde das Turnlokal im Restaurant „Kreuz“ gekündigt, so dass der Turnbetrieb vorübergehend eingestellt werden musste. Wegen Gleichgültigkeit und Pflichtvergessenheit wird der Kassier abgesetzt! Der Monatsbeitrag wird von 20 auf 30 Rappen erhöht. Nichtbesuch der Turnstunde wird mit 20 Rappen gebüsst. Das Militärdepartement überwies dem Verein einen Unterstützungsbeitrag von 55 Franken. Über das durchgeführte Schauturnen berichtete das Protokoll: „Das durchgeführte Schauturnen im Saal zum Kreuz war ein Akt, der begünstigt durch die Vorteile einer Verlosung und das Folgen einiger genussreicher Stunden jedem Turner in freudiger Erinnerung bleiben wird.“

1905
Für den zurückgetretenen Konrad Zäch wird Heinrich Baumgartner zum neuen Präsidenten gewählt. Die Statuten erfahren eine Totalrevision und werden dem Gemeinderat zur Genehmigung eingereicht. Im Jahresbericht wird aufgeführt, dass das Vereinsalbum abhanden gekommen sei. Im weiteren wird berichtet, dass sich die unangenehmen Turnlokalwechsel auf die turnerische Tätigkeit sehr nachteilig auswirken. Die Generalversammlung im „Bellevue“ in Mohren (Reise per Velo) vom 4. Juni sollte alles wieder ins rechte Gleis bringen. Aber weder die Versammlung noch die anschliessende Turnfahrt auf den St.Anton konnten die Krise überwinden, obwohl, wie es im Protokoll heisst, „auf das Wohl des Vaterlandes und für das Gedeihen der turnerischen Jugendkraft ein tonvolles Hoch gebracht wurde“. Die Existenz hing an einem kleinen Faden, so dass sich die noch verbliebenen fünf Mitglieder entschlossen, am 1. Juli im „Rössli“ eine Hauptversammlung abzuhalten. An dieser Versammlung wurden die „Unnobelheiten und Anfeindungen gegenüber dem ETV einmal mehr verurteilt“. Erfreulicherweise konnten drei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden, und man entschloss sich voller Tatendrang, ein Schauturnen im Freien durchzuführen. Da sich aber der herbstliche Nebel allzu früh auf die vorgesehene Wiese beim „Rössli“ legte, musste das Vorhaben abgeblasen werden.

1890

Der ETV Oberriet wurde im Jahre 1890 gegründet, als das Rheintal von einer der grössten Brandkatastrophen heimgesucht wurde. Bei starkem Föhn brannten am 21. September 1890 in Rüthi nicht weniger als 227 Firste. Auch der Weiler Moos in Oberriet blieb nicht verschont, denn auch da standen 71 Firste in hellen Flammen. Und all dies, nachdem kurz zuvor in Balgach 28 Häuser und 16 Ställe einem Grossbrand zum Opfer gefallen war.
Der Geburtstag unseres Vereins war also gezeichnet von Not und Elend und, so ist es nicht verwunderlich, dass es in dieser Zeit schwer war, einen geeigneten Turnbetrieb zu schaffen. Das Interesse an der Turnsache war noch nicht so gross, dass einer gesicherten Zukunft ins Auge geschaut werden konnte. Der junge Verein tat sich sehr schwer, und nicht selten konnte er im letzten Moment „mit frischer Luft versorgt werden“. Trotz allem, die „Hungerjahre“ wurden überstanden.
Da die Protokolle der Jahre 1890 bis 1905 verbrannten, als im Jahre 1937 das Heimwesen des damaligen Präsidenten Robert Loher, Moos, einem Brand zum Opfer fiel, ist das genaue Gründungsdatum sowie weitere Einzelheiten über die Gründer nur spärlich bekannt. Wir wissen, dass sich vor allem folgende drei Männer um die Gründung eines Turnvereins bemühten:

Ferdinand Meier wurde am 14. April 1865 geboren. Er war Sticker und Tambour und wohnte an der Spitalgasse. Ferdi, wie er von den Kollegen genannt wurde, war im wahrsten Sinn des Wortes und im positiven Sinn ein richtiger „Vereins-Meier“, denn nicht nur der Turnverein, auch der Schützenverein und die Musikgesellschaft hatten es ihm angetan. Bei der Gründung unseres ETV war Ferdi gerade 28 Jahr alt. Ferdinand Meier durfte im Jahre 1940 auf eine 50jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Er starb am 15. Mai 1955, einen Monat nachdem er noch als rüstiger Jubilar den 90. Geburtstag feiern konnte.

Jakob Karl Müller wurde am 17. Juni 1864 in Rapperswil geboren. Er kam als Lehrer in unser Dorf, während seine Frau als Posthalterin in unserem Dorf tätig war. Er starb bereits mit 52 Jahren, nämlich am 19. Oktober 1916 in St.Gallen. 

Albert Weder wurde am 24. Mai 1868 geboren und war der jüngste im Kreise der Gründer. Von Beruf war Albert Commis. Albert ist der Grossvater der beiden Turnkameraden Ferdi und Werner Weder. Albert Weder war der Ursprung der „Turnerfamilie Weder“. Leider verliess er uns allzu früh, am 28. November 1923. Seinem Sohn Alfred wurde später aufgrund seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen. (Siehe Bericht der Jahre 1926 bis 1958)
Zu diesen drei Turnern, die an der Gründung massgeblich beteiligt waren, kamen noch weitere Turnfreunde hinzu, deren Namen aber leider nicht bekannt sind. Wir sind aber allen diesen Männern dafür dankbar, dass sie in dieser schweren Zeit die Gründung eines Turnvereins durchgesetzt haben. In den ersten Jugendjahren ging es auf- und abwärts, so dass man sich erst 8 Jahre nach der Gründung entschloss, dem Kant. Turnverband beizutreten. Oberriet war damals der 4. Turnverein im Oberrheintal und wurde als 36. Sektion in den Kantonalverband im Jahre 1898 aufgenommen. Als Turnlokale dienten der Saal zum „Kreuz“ und, sofern dieses Lokal gekündigt wurde, die „Suscht“ beim Restaurant „Adler“. In der Woche fand eine Turnstunde statt, während jeden Monat eine Versammlung (sogenannte Monatsversammlung, die zum Verlesen der Leviten diente) abgehalten wurde. Als dann im Jahre 1903 in Oberriet die Wasserversorgung installiert wird, scheint es mit dem ETV auch wieder aufwärts zu gehen, nach dem vorher einige Zeit die Turnstunden wegen zu schwachen Besuches eingestellt werden mussten.

Aktuelles

09.05.2012 - 12:11
Vernissage für guten Zweck
07.05.2012 - 20:48
Rangliste Rangturnen 2012
06.05.2012 - 17:30
UBS Kids Cup in Kriessern
05.05.2012 - 17:58
STV Rangturnen 2012

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Für alle Lenker vom Vereinsbus, ihr findet hier das Bus-Reglement:
Benutzer-Reglement-STV-Vereinsbus

 

Hier findest du die aktuelle Ausgabe der SGTV "Turnpost"
http://www.sgtv.ch/turnpost.html